der reissende fluss war einmal und jetzt ist dort nur noch eine schale pfütze. die tiefschwarze traurigkeit und die flammende wut und das pure ertrinken sind fort und geblieben ist nur ein grauer nebel. die worte sind nur so aus mir herausgeströmt und sie haben das ertrinken leichter gemacht aber jetzt?
ich liege vier stunden lang im bett und taumle von wachtraum zu traum zu umdrehen weil meine träume immer noch so viel besser sind als mein leben. es ist nicht so dass die traurigkeit mich ertränkt und mich lähmt, es ist nicht so dass mich die wut durchströmt und anfeuert; es ist mehr so dass ich nicht weiß warum ich atmen soll.
ich vermisse das high and low von früher, den taumel, den rausch der emotionen. damals war auch grau zwischen dem schwarz und dem weiss aber nur stückchenweise und erträglich durch die kontraste. jetzt ist da nur durchweg ein graues grau auf das ich mit viel anstrengung bunte kleckse setze indem ich lächle und lache.
es ist nicht mehr so dass ein treppengang ein kraftakt ist aber warum soll ich denn überhaupt das stockwerk wechseln?
ich esse sechs bunte smarties pro tag, aber keines davon macht mich glücklicher oder lässt mich etwas fühlen. es ist als hätte meine seele migräne.
bisher hatte ich immer noch kurze momente des glücks, kurze farbkleckse im grau die einfach so passiert sind, aber die farben wirken ausgewaschen und verblassen mit jedem atemzug noch mehr.
16.12.14 23:27


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